Boa. So zurückzublicken auf mein Jahr ist ganz schön emotional. Und diesen Jahresrückblick 2025 zu schreiben – übrigens mein erster – eine echte Herausforderung. Aber: ich liebe es, immer mal wieder die Komfortzone zu verlassen und mich neuen Herausforderungen zu stellen. Warum? Weil dabei unerwartete, schöne Dinge passieren können. Ich Erfahrungen mache, die ich so nicht machen würde. Ich neue Perspektiven gewinne, die ich sonst nicht wahrgenommen hätte. Sich einzelne Aspekte meines Lebens plötzlich auf magische Weise zusammenfügen. Ich neuen, tollen Menschen begegne. Ich inspiriert werde. Ich persönlich wachse.
Nochmal einzutauchen in mein 2025 ist eine emotionale Achterbahnfahrt. Denn, ich blicke zurück auf zahlreiche Hürden, die mir vor allem in meiner neuen Selbstständigkeit begegnet sind. Aber ich sehe plötzlich auch die vielen Erfolge. Die zahlreichen kleinen Steps, die gerne vom Gehirn übersehen bzw. als nicht erwähnenswert abgetan werden. Und das finde ich genial.
Der Rückblick 2025 stellt also vor allem ein Mutmachen dar. Mir selber, aber auch anderen. Und auch, wenn ich es immer schon wusste, durfte ich es 2025 nochmal sehr deutlich am eigenen Leib erfahren: Manchmal muss man einfach losgehen, auch wenn es nicht perfekt ist. Auch, wenn man sich noch nicht bereit fühlt. Denn nur wenn wir den ersten Schritt gehen, kann auch etwas in Bewegung kommen. Hier also meine persönlichen Themen 2025:
Selbstständig als Mama: Achterbahnfahrt der Gefühle
Das war ein turbulentes Jahr für mich. Hatte ich mich 2024 selbstständig gemacht und mal einfach so als vierfache Mama meinen festen Job gekündigt in der Firma, in der ich gerade 10 jähriges Jubiläum feiern sollte (Bin ich crazy?), so hatte sich 2025 leider nicht der erwünschte Erfolg eingestellt. Erfolg? Moment mal. Was meine ich damit eigentlich? Nachdem ich ein gutes Einkommen aufgegeben hatte, war es finanziell eine ziemliche Herausforderung mit der Selbstständigkeit. Ich investierte viel Zeit und Energie, saß sehr viel am Computer (auch abends noch), ging auf Netzwerktreffen, entwickelte Konzepte und Workshops, designte Flyer, besuchte Seminare , z.B. wie man eine Website erstellt, schrieb Texte zur Theorie hinter meinen Workshops, hing Werbung im Stadtteil auf, schrieb zahlreiche mögliche Kooperationspartner an, telefonierte mir die Finger wund, las unzählige Tipps zur Selbstständigkeit. und vieles mehr. Das alles machte ich aus einer unglaublichen Motivation heraus. Weil ich überzeugt davon war, dass es richtig und wichtig ist, Mütter aus der Stressfalle zu begleiten. Weil ich spürte, dass die Welt etwas weniger Konsum, Leistungsdruck und Schnelliglebigkeit brauchte, und stattdessen wieder mehr Lebendigkeit, Authentizität, Verbindung. Ich glaubte an mein Unternehmen, an die Idee hinter „No mom’s perfect“.
Von Zweifeln zu Vertrauen
Trotz meiner ganzen Bemühungen und meiner guten Vorsätze und Ideen, war es die größte Schwierigkeit genug Menschen zu gewinnen um meine Kurse vollzukriegen. Immer wieder erhielt ich Rückmeldungen wie cool es sei was ich machte, dass gerade Mütter unbedingt diese Form der Unterstützung bräuchten, dass Achtsamkeit und Selbstfürsorge so wichtige Themen sei, dass meine Flyer so schön seien…und…trotzdem kamen keine Anmeldungen. Viele meiner geplanten Workshops musste ich aufgrund mangelnder Teilnehmer*Innen-Zahlen absagen. Es tauchten Zweifel auf. Was, wenn ich gar nicht gut genug bin? Was, wenn ich nicht geeignet bin um selbstständig zu arbeiten? Was, wenn das alles eine totale Schnapsidee war? Habe ich mich übernommen? Hat mich mein Bauchgefühl diesmal fehlgeleitet? Ich spielte mit dem Gedanken mir wieder einen festen Job im sozialen Bereich zu suchen.
Und dann war da aber auch noch diese Stimme in mir, die sagte: „Katrin, du weißt, was du kannst.“ ,“Katrin, du hast so viele Menschen begleitet und motiviert. Diese Arbeit ist genau dein Ding“, „Katrin, dies ist dein Traum. Mach weiter“, „Du kannst dir vertrauen“. Und obwohl immer wieder die Zweifel auftauchten, war dieses Gefühl in mir: „Das ist richtig, was ich tue.“ „Vielleicht hat es noch nicht ganz die richtige Form, aber es ist das, was ich tun möchte.“ “ Dies ist meine Vision. Meine Zukunft“.
Einfach mal machen
Und ich wusste: Bisher hat mich mein Vertrauen in diese innere Stimme nie in die Scheisse geritten. Sondern im Gegenteil: immer zu einer positiven Entwicklung geführt. Auch wenn der Weg oft uneben, voller Hindernisse und nicht ganz einseitig war, war er im Nachhinein doch richtig und wichtig für mich.
Ich war daher immer wieder gezwungen, sehr bewusst in den Dialog mit mir zu gehen: Meine kritische innere Stimme anhören, als Schutzfunktion wertschätzen und gleichzeitig erkennen, dass sie sich aus vielen Unsicherheiten und Ängsten speiste. Daraufhin einen Realitätscheck machen. Wenn die innere Kritikerin gerade sehr laut war, Gegenbeispiele finden. Beispiele aus meinen Erfahrungen hervorkramen, in denen ich Zweifel hatte, aber trotz der Zweifel das gemacht habe, was sich innerlich richtig anfühlte, und für meinen Mut und Vertrauen belohnt wurde. Und diese Beispiele waren zahlreich. ( Ha, vielleicht mein nächster Blog-Artikel?!)
Also erinnerte ich mich an diese Situationen und sprach mir Mut zu: „Katrin, du schaffst das, auch wenn du gerade unsicher bist. Erinnere dich an die Situationen, in denen es geklappt hat.“ Und so habe ich mich 2025 vielen krassen, ungewohnten Situationen gestellt. Ich bin ins kalte Wasser der social media Welt gesprungen und habe vor allem auf Instagram Beiträge gepostet. Auch wenn ich das ursprünglich richtig doof fand. Ich habe für mich auch Insta eine Rubrik erfunden, den Mythos Mittwoch, wo ich Mythen rund um Achtsamkeit unter die Lupe nehme. Und oh wunder: Das hat mir sogar richtig Spaß gemacht. Ich habe einen kleinen Impulsvortrag auf dem Netzwerktreffen bei Einhorn Coaching gehalten, obwohl ich das noch nie gemacht hatte und mega aufgeregt war vor Publikum zu stehen. Aber ich hab gedacht, ich mache einfach mal ein Gefühle Dart um zum zeigen, wie eine differenzierte Auseinandersetzung mit Emotionen im Coaching-Prozess hilfreich sein kann. Ich habe meine ersten Workshops abgehalten, obwohl ich viele Unsicherheiten hatte. Z.B. ob meine Struktur in der Zeit so umzusetzen ist, die Übungen gut ankommen, Impulse vielleicht zu wissenschaftlich, zu lang, zu langweilig sind usw. Ich habe einen kompletten Kurs über 6 Monate aus dem Ärmel geschüttelt, für Frauen in der beruflichen Reha , der wahnsinnig viel Vor- und Nachbereitung gekostet hat, bei sehr wenigen Teilnehmerinnen und geringer Vergütung. Ich habe ich habe meine eigene Website (mit etwas Hilfe) erstellt. Ich habe zahlreiche Flyer mit Hilfe von Canva designed. Ich habe mir mehrere neue coole Angebote ausgedacht, wie z.B. den Mutti Boost. Einen knackigen Empowerment-Kurs für Mütter ganz bequem von zu Hause im Kreise von Freundinnen, a la Tuppertarty. Und ich habe mit der lieben Katharina, meiner MCP Ausbildungskollegin, unseren ersten Online Kurs entworfen, der am 12. Januar 2026 startet. Wenn ich das so auf einem Haufen lese, doch eine ganze Menge.
Nicht perfekt ist auch ok
Und ja, diese Sachen sind nicht perfekt gelaufen. Beim Vortrag war meine Stimme zwischenzeitlich sehr unsicher, beim Workshop war die Aufteilung von Impulsen und Übungen nicht optimal, beim Reha Kurs sind einige Teilnehmerinnen ausgestiegen (auch wenn andere es toll fanden), bei meiner Website tauchten immer wieder Schwierigkeiten in der Umsetzung auf, z.B. zerschossen mir Bilder plötzlich meinen Text usw. – aber all diese Schwierigkeiten, Fehler, Herausforderungen, nicht perfekten Dinge hatten trotzdem eine Relevanz. Ich durfte durch diesen Prozess eine Menge lernen. Ich konnte mich ausprobieren, Erfahrungen sammeln, merken, was gut funktioniert, wo noch Entwicklungspotential ist. Durfte Grenzen meiner Möglichkeiten erfahren und auch Grenzen von Anderen kennen lernen. Aber das alles fühlte sich trotzdem richtig an. Schaffte eine Weite in mir. Fühlte sich nach Freiheit an. Ich fühlte immer wieder die Verbundenheit mit mir und dieser Vision. Dies ließ das Vertrauen in mir weiter wachsen. Lies mich weiter an dieses Projekt glauben. An meine Selbstständigkeit. Ich fühlte wieder, dass das alles richtig ist. Trotz der Schwierigkeiten, die auftauchten. Ich merkte: Es ist das, was mein Herz aufgehen lässt. Was mir ein Strahlen ins Gesicht zaubert, wenn ich über diese Vision nachdenke. Dieses Gefühl trügt dich nicht. Es ist real. Und das ist nicht verkehrt, auch wenn vielleicht die Umstände schwierig sind.
So entschied ich mich weiter zu machen. Diese Selbstständigkeit als Experimentierfeld zu sehen. Als Möglichkeit mehr über mich zu erfahren. Zu erkennen, was ich (im Job) brauche, was mir guttut und was für mich eher hinderlich ist. Ein wichtiges Learning war 2025, dass ich, auch wenn ich die freie Zeiteinteilung sehr schätze, doch jemand bin, die sich gerne verzettelt. Ich mir unterstützende Strukturen schaffen muss, um fokussierter arbeiten zu können. Also werde ich zukünftig wieder mit einem Wochenplan arbeiten in dem ich meine wichtigen Ziele für die kommende Woche festhalte und Arbeitsschritte definiere. In meiner Festanstellung in der ambulanten Sozialpsychiatrie habe ich immer wahnsinnig gerne im Team gearbeitet. Der Austausch mit anderen ist für mich immer eine Bereicherung gewesen. Ein wichtiges Mittel, um das Denken flexibel zu halten, neue Perspektiven zu gewinnen, Kreativität zu fördern und sich in der eigenen Gedankenwelt nicht zu verlaufen. Daher möchte ich mein Coworking mit der lieben Anna weiter nutzen, um mich auszutauschen, gegenseitig zu motivieren und Erfolge zu feiern. Das war ein so wichtiger Aspekt für mich. Immer wieder in zweifelnden Momenten jemanden zu haben, der die Entwicklungen hinter diesen ’scheinbaren Misserfolgen‘ sichtbar macht. Danke Anna! Und weil die Arbeit im Austausch noch schöner ist, hab ich mir für 2026 vorgenommen 1- 2 neue spannende Kooperationen eingehen. Was genau? Ich bin sehr offen. Und bin sicher, dass sich etwas Tolles ergeben wird.
Der finanzielle Aspekt ist natürlich immer noch ein Thema. Die Kurse generieren noch nicht genügend Einkommen um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Aber es hatten sich dann lustigerweise auf anderer Ebene wieder Dinge gefügt. Genau dann, als ich aufgehört hatte, so hart um das Thema zu kämpfen. Als ich aufgehört habe, eine Strategie nach der anderen zu überlegen. Als ich aufgehört habe, 1000 Dinge zu probieren. Als ich selber einen Schritt zurückgetreten bin und mich entschieden hatte einen Monat nicht zu kämpfen, nicht auf Umsatz, Kunden, usw. zu achten, sondern „nur“ meinem Gefühl zu folgen, nur Dinge in Angriff zu nehmen, auf die ich richtig Lust habe, hat sich plötzlich an anderer Stelle wieder etwas aufgetan. So wurde ich für eine Vertretung in der Elternschule angefragt und konnte ganz unkompliziert meine Honorartätigkeit dort aufstocken. Ist es nicht erstaunlich, wie sich so oft erst neue Wege auftun, wenn wir nicht mehr verbittert um etwas kämpfen, an etwas festhalten?
Wenn ich bedenke, dass ich das alles alleine – neben meinem Job als vierfache Mama auf die Beine gestellt habe – bin ich wirklich stolz auf mich. Ich freue mich darüber, soviel Mut und Energie für mein Herzensprojekt bewiesen zu haben. Und das gibt mir die Zuversicht auch 2026 im Business mutig meiner Intuition zu folgen.









Das Fünfte Baby hat Fell
Eigentlich war es tatsächlich eine spontane Aktion. Nur mal gucken. Denn eine Freundin hatte kürzlich eine Hündin aus dem Tierschutz aufgenommen und diese war dann überraschenderweise mit 5 Welpen schwanger. Und ein Hundewelpe war noch übrig. Mein Freund, als Kind immer mit Hunden großgeworden und echter Hundefan, konnte sich grundsätzlich vorstellen wieder einen Hund zu haben, aber aktuell, aufgrund der beruflichen Situation, eher nicht. Ich, absolut keine Ahnung und wenig Berührungspunkte mit Hunden – ausser, dass ich als Kind von einem gebissen wurde, dachte: Lass uns die Hundebabies mal anschauen gehen.
Und dann waren wir da. 5 klitzekleine Welpen wuselten im Garten umher. Und einer kam direkt auf uns zugelaufen…Koda. Sein Name wurde dann später zu Cody. Genau der, der noch nicht vermittelt wurde. Der, der am süßesten von allen war. Mein Freund und ich schauten uns an. Die Kinder kuschelten bereits mit Koda und wir wussten, das wird unser neues Familienmitglied.
Trotzdem baten wir um eine Woche Bedenkzeit. Besprachen das, was auf uns zukommen würde. Mögliche Zweifel. Die Kosten, die damit verbunden waren. Die Auswirkungen, die es auf alle Familienmitglieder haben würde. Vor allem machte ich mir Sorgen um die gerade gewonnene Freiheit. Denn meine 4 Kinder hatten ein Alter erreicht, indem keine permanente Aufsicht mehr nötig war. Ich gewann gerade mehr und mehr Zeit für mich selber und meine Partnerschaft. Wollte ich jetzt wirklich noch ein „Baby“ und wieder von vorne anfangen? Die Schwiegereltern, die Wind von der Sache bekommen hatten, sagten, sie würden gerne unterstützen. Würden ihn auch mal freudig für ein Wochenende übernehmen. Nachbarn boten an, auch mal mit ihm Gassi zu gehen. Und plötzlich dachte ich: Wow, ich hab ein Netzwerk, dass da ist. Das mir helfen würde. Toll. Und wieder hörte ich auf mein Bauchgefühl, das sagte, das ist der richtige Schritt. Wir nehmen Cody!
Und jetzt, nach 7 Monaten bei uns, ist er nicht mehr wegzudenken. Er passt haargenau in unsere Familie. Das Familienmitglied, dass noch gefehlt hat. Zugegeben, die ersten Wochen waren hart. Ähnlich wie mit einen kleinen Säugling. Zum Glück musste ich aber nicht stillen:-) Dennoch gab den anfänglichen Schlafmangel, um nachts rauszugehen, das permanente im Blick haben, wenn er sich mal wieder einen Schuh (und die sind bei uns zahlreich) zum Knabbern ausgesucht hat, die Sorge um das Essen, und vieles mehr.
Für mich als Hundeneuling wieder eine neue Herausforderung. Das spannende aber war und ist, dass ich immer wieder ganz viele Parallelen zu der Kindererziehung entdecke. Und Hundebesitzer*Innen, wissen -wie auch andere Eltern – immer alles besser und haben noch einen tollen Tipp für dich, wie das mit deinem Hund alles viel besser funktioniert. Leider gibt es bei Hunden – wie auch bei den Kindern – massenweise unterschiedliche, ja sogar konträre Ratschläge. So gibt es auch hier tausend gut gemeinter Ratschläge von tausenden unterschiedlicher pädagogischer Haltungen, wie z.B. „Du darfst deinem Hund nicht alles durchgehen lassen, sonst tanzt er dir auf der Nase rum“, “ Du solltest darauf achten, dass das Vertrauensverhältnis nicht gestört ist.“, “ Du musst zeigen, wer der Rudelführer ist“, „Die Hunde haben verlernt Konflikte eigenständig auszutragen.“ bis “ Wenn Die jemand entgegen kommt, lotse deinen Hund mit Leckerlis vorbei.“ – Ja, was denn nun, frage ich mich da als Hundeneulingin.
Also, handhabe ich das, wie ich aus meiner Erfahrung als Vierfach-Mama gelernt habe. Du brauchst ein dickes Fell, wenn andere dir ständig reinquatschen in deine Erziehung. Fakt ist, du kannst es nie allen rechtmachen. Aber es ist wichtig, dass du es dir Recht machst. D.h. es gibt nicht immer eindeutig RICHTIG oder FALSCH. Natürlich gibt es pädagogische Ansätze, die besser zu meinem Werten passen und andere die ich fragwürdig finde. Aber nicht für alles gibt es einen festen Fahrplan. Ich entscheide. Ich handele nach bestem Wissen und Gewissen. Und ja, auch ich mache Fehler.
Dennoch ist es eine wunderschöne Erfahrung Cody bei uns zu haben. Zu sehen, wie er unsere Familie herausfordert und bereichert. Zu sehen, wie jedes einzelne Kind mit ihm seine ganz eigene Beziehung eingeht. Wir freuen uns Cody, dich in unserer Familie zu haben!




Aus zwei mach eins
Aber nicht nur Cody, war eine große Neuerung in unserem Leben 2025. Eine weitere große Neuerung war das wir, mein Freund Steggi und ich, geplant hatten zusammenzuziehen. Nach 6 Jahren mit zwei Wohnungen, wobei er die letzten Jahre seine Wohnung kaum noch genutzt hatte, sollte es nun einen gemeinsamen Haushalt geben. Dabei war diese Entscheidung gar nicht so leicht. Wir beide hatten die Sorge unseren Rückzugsort zu verlieren. Für meinen Freund war die Umstellung natürlich noch krasser. Zur Partnerin ziehen, aus der „Junggesellenbude“ zum belebten Haus mit 4 Jungs. Zugegeben, er hatte die Jungs jetzt schon einige Jahre kennengelernt und wusste ungefähr auf was er sich einlässt. Aber, es ist dann doch nochmal ein Schritt, wenn die Ausweichmöglichkeiten weg sind und man gezwungen ist durch die Herausforderungen zu gehen – ohne Fluchtmöglichkeit. Wobei, rausgehen, kann man ja immer.
Zunächst einmal war es aber auch eine Herausforderungen in meiner vollen Bude, die Sachen von Steggi unterzubringen. Wobei ich zugeben muss, dass er sich dabei schon sehr begrenzt hatte. Die meisten Möbel hatte er anderen Leuten gegeben. Neben ein paar Möbeln und Klamotten, musste vornehmlich sein Musik-, Kamera- und Angelequipment einen Platz finden. Auch wenn es manchmal nervte, dass Dinge umgestellt, Sachen dazwischen gequetscht wurden, so freute es mich im Großen und Ganzen, dass seine Dinge, seine Ideen, sein Geschmack, nun in meine Wohnung mit einflossen und sie damit zu etwas von uns beiden wurde. Denn ja, auch wenn Kompromisse nicht immer leicht sind, ist es doch einfach schön Dinge mit jemandem zu teilen, der einem am Herzen liegt.
Und eine seiner Ideen, war eine, die ich besonders gut fand: Er fragt, ob es ok sei, wenn wir im Wohnzimmer ein E-Piano hinstellen würden, denn er würde gerne wieder Klavier spielen. Eine super Vorschlag. Nicht, dass ich selber spielen könnte und wollte. Nein, aber ich genieße es sehr, wenn Steggi nun am Klavier übt, während ich am Schreibtisch sitze und arbeite. Überhaupt mag ich es, wenn er musiziert. Früher saß es öfter auf meinem Sofa mit der Gitarre in der Hand und klimperte vor sich hin. Dabei kamen mir dann häufig die Tränen, weil mich sein Spiel so berührt hat. Aktuell genieße ich aber die Klaviermusik im Haus und hoffe, dass er mir vielleicht irgendwann nochmal eigens komponierte Songs aufnimmt. (Ich hatte vor 3 Jahren eine CD mit 4 wunderschönen eigenen Klavierstücken zum Geburtstag bekommen)
Aber ich möchte hier nicht alles Schönreden. So eine Zusammenlegung der Haushalte stellt einen auch vor ordentliche Herausforderungen. Es tauchen „neue“ Konfliktfelder auf, die durch getrennte Haushalte nicht so häufig ans Tageslicht kamen. So vermehren sich Konflikte im Hinblick auf unterschiedliche Erziehungsansichten, Ordnung & Sauberkeit, Arbeitzeiten etc. Aber, dass wussten wir natürlich schon vorher. Das Gute ist: Wir können gut miteinander kommunizieren. Und so bieten diese Situationen immer wieder Anlass, um genauer hinzuschauen und hinzuhören, verletzte Gefühle zu besprechen, Bedürfnisse zu reflektieren und zu kommunizieren. Daher freue ich mich, dass wir diesen Schritt des Zusammenziehens gegangen sind und bin gespannt welche Dinge dadurch zukünftig zur Sprache kommen.


Eine herzzerreissende Nachricht einer ehemaligen Klientin von mir
Ich sitze gerade auf dem Beifahrersitz auf dem Weg in den Sommerurlaub nach Dänemark als ich eine Mail auf meinem Handy entdecke. Eine ehemalige Klientin von mir, die ich vor einigen Jahren für mehrere Jahre in der ambulanten Sozialpsychiatrie betreut hatte. Sie war weggezogen und hatte mit ihrem Freund „ein neues Leben“ angefangen. Es war eine sehr intensive Beziehung zwischen mir als Betreuerin und ihr als Klientin. Es gab viele Konflikte, es gab diverse Einzelgespräche, in denen sie den Raum verlassen und mich beschimpft hatte. Sie ist durch harte Zeiten gegangen. Sucht, psychische Höhen und Tiefen, Konflikte in der Familie, Unsicherheit bezüglich der beruflichen Zukunft, Suizidalität. Aber sie ist drangeblieben. Hat immer wieder Anläufe genommen. Egal ob im Job oder der Auseinandersetzung mit den eigenen Geschichte. Hat Dinge versucht, ausprobiert, abgebrochen, war verzweifelt, hatte wieder Hoffnung. Ein ständiger Kreislauf. Und ich war da. Hab sie begleitet, zu Ärzten, Beratern, Jobcentern. Hab ihre Ängste angehört, Ziele mit ihr entwickelt, ihr Mut gemacht, sie begrenzt. Mal war stabil, Dann kamen wieder Ängste und suizidale Gedanken. So hatten wir jahrelang intensiven Kontakt- mit allen Emotionen. Als sie damals unsere Einrichtung verließ, dachte ich wow. Nach all dem was sie durchgemacht hat, traut sie sich diesen Schritt. Irgendwo neu anzufangen. Das alte hinter sich zu lassen. Ich war stolz, über ihre Entwicklung. Gleichzeitig skeptisch, ob sie stabil genug sei, diesen Schritt zu gehen. Und jetzt erhielt ich eine sehr lange Mail von ihr. Sie hatte mich im Internet gesucht und meine Kontaktdaten gefunden. Sie wolle mir danken, für alles was ich getan hatte. Es gehe ihr so gut wie nie zuvor und sie habe endlich eine Ausbildung gefunden, die zu ihr passe. Nach etlichen „Fehlversuchen“. Sie habe viel über die Vergangenheit nachgedacht und darüber wer sie beeinflusst hätte. Und unter anderem sei ich diejenige gewesen, die maßgeblich ihr Leben zum Positiven beeinflusst hätte.
What???? Mir kamen die Tränen. Ich fand diese Mail einfach so rührend. Zunächst einmal zu hören, wie gut es ihr ergangen ist, wie sehr sich ihr Leben zum Positiven gewandelt hatte. (sie beschrieb sehr eindrücklich ihren Weg seit unserem Abschied). Aber dann war ich einfach nur perplex, dass sie mir ich einen so großen Anteil an ihrem jetzigen Glück zusprach. Und das, obwohl viele unserer damaligen Begegnungen alles andere als einfach waren. Das hat mich wirklich zutiefst bewegt. Und es hat mir gezeigt, dass die Arbeit, von der ich manchmal geglaubt hatte, sie sei nicht wichtig, doch etwas bewirken kann. Etwas, dass wir häufig nicht direkt bemerken, sondern auf Umwegen. Etwas, das erst später in Erscheinung tritt. Wie ein Same, den wir setzen, deren Blühte wir aber erst viel später bemerken, wenn wir vergessen haben, dass wir den Samen überhaupt gesetzt haben.
Urlaub für alle? Dänemark
Da wir ja nun einen Hundewelpen hatten, waren die Überlegungen zu unserem Urlaub sehr begrenzt. Und die Wahl zum Sommerurlaub fiel sehr schnell auf Dänemark. Keine weite Strecke mit dem Auto. Denn Cody wurde im Auto leider immer schlecht. Aber Strandnähe und Privatsphäre. Wir mieteten uns also ein kleines Ferienhaus mit Hot Tube und Trampolin im Garten. Wie sich herausstellen sollte unsere Rettung, denn das Wetter war leider nicht so gut. Aber so hatten alle wenigsten trotz des schlechten Wetters ein „Badevergnügen“. Unser Ferienhaus lag auch noch super schön gelegen an einer alten Steilküste. Perfekt für uns, die wir eher wilde Natur als glattgebügelte Strandpromenaden lieben. Wir hatten fast den Strand für uns alleine, ab und zu mal ein paar Gäste, konnten den Hund zwischen Muscheln und Seetang den Strand entlang schnüffeln lassen und sogar die Kinder waren erstaunlich entspannt. Erstaunlich entspannt meint übrigens nur, dass nicht alle 10 Minuten, wie sonst üblich, ein Geschwisterstreit stattfindet, sondern nur alle 60 Minuten:-) Aber machen wir uns nichts vor. Alle die Kinder haben wissen, dass ein Urlaub mit Kindern nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen ist.
Trotzdem war unsere Wahl des Ferienortes und -hauses tatsächlich dieses Jahr sehr sinnvoll um all die unterschiedlichen Bedürfnisse unter einen Hut zu bekommen. Auch mein Freund hatte seine Entspannungsmomente beim Angeln, die Kinder hatten Spass und genossen das dänische Eis sehr, ich konnte am Meer Spazieren, Bernsteine und Muscheln suchen und durch zahlreiche Secondhandläden stöbern.
Und zu unserer Überraschung waren die Dänen wirklich sehr sehr hundefreundlich. So war es uns sogar möglich einen Tag in einen Freizeitpark zu fahren, wo die Kinder Spass haben konnten, während Cody auf dem schön angelegten Gelände spazieren konnte. Leider war dann aber kurz nach unserer Ankunft doch ein kleiner Zwischenfall. Angestachelt durch den großen Bruder wollte der Neunjährige aus einem mit einem band eingezäunten Trampolinring springen. Er blieb jedoch mit dem Fuss hängen, und stürzte auf sein Handgelenk. Nach einem Besuch des überfüllten Sanitätszeltes (zahlreiche Teenies, denen schwindelig geworden war) bekam er ein Kühlpack. Es schien erstmal alles nicht so schlimm. Also kühlten wir und ließen ihn erstmal keine heftigen Fahrgeschäfte besuchen, sondern lieber die Gondelfahrt machen. Aber er wollte unbedingt in die krasse Motoradachterbahn, auf die er schon die ganze Zeit hingefiebert hatte. Nach vielen Gesprächen über das aktuelle Befinden, weiteren Kühlversuchen und der Versicherung, dass es dem Handgelenk schon viel besser gehe, ließen wir ihn die besagte Bahn und weitere Bahnen fahren. Leider hielt er am nächsten Tag aber die Hand immer noch in einer merkwürdigen Schonhaltung, so dass ich doch ins 2 Stunden entfernte Krankenhaus fuhr. Und es war tatsächlich ein Bruch. Es plagte mich dann doch ein wenig das schlechte Gewissen, ihn in die Achterbahn gelassen zu haben.



Yeah: Ich bin Mindful Compassionate Parenting Teacher!
Mal wieder etwas, was ich aus dem Bauch heraus entschieden habe. Ich hatte schon ein halbes Jahr vorher über die Ausbildung zum Mindful Compassionate Parenting Teacher gelesen und gedacht: Mega Cool, aber dann nicht weiter verfolgt, da für mich die Woche in Vollzeit mit den Kindern nicht zu realisieren war. Aber ich wusste: diese Ausbildung passt zu mir und ergänzt mein neurobiologisches und soziologisches Wissen und meine No Moms Perfect Vision hervorragend durch Achtsamkeit und Selbstmitgefühl. Und da war es wieder. Dieses krasses Gefühl in mir: „Das ist es. Das ist richtig.“ Ich sprach mit meinem Freund darüber. Der meinte: „Wenn es dir so wichtig ist, dann kriegen wir das hin. Mach das. Melde dich an. Ich nehme mir Urlaub.“ Was? Genial. Danke für diese Unterstützung meiner Träume, Steggi! Und so meldetet ich mich an.
Und wow. Was war das bitte für eine Erfahrung. Ich bin durch alle Emotionen gegangen. Es war eine intensive Reise, die mich nochmal näher zu mir, meinen Bedürfnissen und auch meinen Ängsten geführt hat.
Ich hatte mich für die Weiterbildung in die Ferienwohnung meiner Schwiegereltern einquartiert. Direkt an der Ostsee. Nur ich mit meinem Computer, meinem Mediationskissen, meinen Gedanken und Gefühlen. Zunächst dachte ich: Toll, eine Woche ganz für mich allein. Kaufte leckeres Essen, fuhr im Sonnenuntergang Richtung Ostsee und stellte mir alles ganz idyllisch vor. Aber dann kam einiges andres. ich war es nicht gewohnt so lange von meinen Kindern getrennt zu sein. es tauchten plötzlich unangenehme Gefühle auf. Gefühle von Einsamkeit und co. Und mit ihnen Gedanken: Wieso fühlst du dich so? Du solltest doch froh sein, Zeit für dich zu haben. Und die hatte ich auch, z.B. ging ich jeden Tag um 8h in der Ostsee schwimmen bei 17 Grad. Trotzdem tauchten dort aber auch unangenehme Gefühle auf. Dinge, die ich im Funktionsmodus nicht wahrgenommen hatte, die jetzt in der Stille an die Oberfläche drängten. Glücklicherweise ging es in dieser Weiterbildung ja genau um Achtsamkeit für Eltern. Es gab viele Meditationen. In manchen konnte ich Stärke und Verbundenheit spüren. In manchen aber auch Einsamkeit, Angst, Traurigkeit, Wut. Zum Glück war der Rahmen sicher, so das alles sein durfte. Ich lerne, dass auch diese Ambivalenzen sein dürfen. Dass es nicht nur darum geht, immer positive Gefühle zu haben. Das alles seine Berechtigung hat. Und das diese von dieser Gruppe gehalten werden. Das unterschiedliche Menschen in ein und derselben Meditation ganz Unterschiedliches erleben. Auch ich selbst in der gleichen Meditation an unterschiedlichen Tages ganz Unterschiedliches erleben kann. Und alles okay ist. Diese Woche war für mich ein Turboboost der Persönlichkeitsentwicklung.
Nach dieser Woche, war ich nicht nur reicher an Wissen und Tools, die mir in der Arbeit mit Eltern helfen, sondern ich war erfüllt von diesen Erfahrungen, diesem emotionalen Prozess, den ich erlebt hatte. Und ich war so unglaublich dankbar. Dankbar, dass mir diese Weiterbildung durch mein Umfeld ermöglicht wurde, dankbar für die tolle Leitung des Kurses durch Sylke Känner und Jörg Mangold, dankbar für eine so tolle Gruppe mit wundervollen Menschen und dankbar, dass ich wieder mal auf meine innere Stimme gehört hatte, die mich zu dieser Ausbildung geführt hatte.



Und was war sonst noch los?
Nachdem ich meinen Führerschein nun seit 1999 habe und bisher keinen Unfall gebaut habe, bin ich im Herbst diesen Jahres leider auf einem Parkplatz voll in ein Auto reingerast. Was soll ich sagen. Ich war mit meinen Gedanken komplett woanders und hab das andere Auto einfach nicht gesehen. Ja, ernsthaft. Ich bin also mit Schwung rückwärts gefahren und volle Kanne rein. Meine super Versicherungsstufe wurde dadurch natürlich hinfällig. Na ja, aber zumindest ist niemandem etwas passiert.



An Halloween haben Steggi und ich mal wieder ganz spontan noch einige Deko auf die Beine gestellt. Wir suchen uns immer am selben Tag irgendwelche Utensilien zusammen, basteln uns ein Kostüm (denn nicht nur die Kids haben Spaß am Verkleiden) und schauen, was wir spontan noch machen können. Diesmal war ich im Keller und hatte unsere Dachbox gesehen. Mmh, was für ein schöner Sarg, dachte ich. Ich hatte vor diese Idee Halloween 2026 umzusetzen, aber Steggi legte direkt los: Böcke auftellen, Box drauf, Auskleiden, „Leiche“ inszenieren. Ausserdem hatten wir ein Seil von der Tür zu einer Screammaske mit Unhang verbunden. Und immer wenn die Tür aufging, bewegte sich die „Gestalt“ in die Luft. Die Kinder, die so zahlreich bei uns klingelten fanden es „Cool“ und „gruselig“ und wir hatten unseren Schauspielspaß. Was will man mehr?
Worauf ich 2025 stolz bin!
Ich bin mega stolz drauf, trotz der ganzen Herausforderungen in meiner Selbstständigkeit, nicht den Mut und die Freude verloren zu haben. Stolz darauf, an mich und meine Vision geglaubt zu haben. Meiner inneren Stimme vertraut zu haben. Ich bin stolz drauf, mutig neue Dinge ausprobiert zu haben, trotz Zweifel und Ängsten. So habe ich 2025 zum ersten Mal eine NIA (Neuromuskuläre Integrative Aktion) Stunde bei Sportspass vertreten. Hatte ich noch nie gemacht, aber einfach zugesagt und ausprobiert, obwohl ich unsicher und aufgeregt war. Ebenso meine ersten Workshops gehalten, meinen ersten Vortrag gehalten, meine erste Website erstellt, meinen ersten Blogartikel geschrieben. Ich bin stolz, so vielen tollen Menschen begegnet zu sein. Diese Begegnungen, die inspirieren, motivieren, beflügeln, neue Perspektiven eröffnen sind unglaublich wertvoll und mir immer eine große Freude. Ich bin stolz, dass ich mich getraut habe auf so viele neue Menschen zuzugehen, mich für Workshops anzumelden, die mir Freude machen. Ich bin stolz, dass meine Kinder so soziale Wesen sind, die gerne teilen, und zwar nicht nur Dinge (sie geben wirklich immer alles ab. Auch die Lieblingssüssigkeiten), sondern auch ihre Freude. Wenn sie etwas begeistert, dann teilen alle gerne die Erfahrung und berichten mit leuchtenden Augen von Geschehen. Ich liebe das!
Was ich 2026 (anders) mache
Für 2026 habe ich mir vorgenommen strukturierter zu arbeiten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass weniger oft mehr ist. D.h. anstatt 3 Stunden unkontrolliert zu arbeiten, hilft es für 45 Min fokussiert an einer Sache zu arbeiten. Das Ergebnis ist sogar oft besser. Daher möchte ich auch im nächsten Jahr die Fokus Session im Co-Working nutzen. Danke an Julia Mack, in deren Multipreneur Masterplan ich dieses Tool entdeckt habe.
Da ich, wie schon erwähnt, eine Person bin, die den Austausch liebt und braucht, werde ich 2026 mehr auf Zusammenarbeit achten. Mein bestehendes Coworking weiter nutzen, mich einer weiteren Community anschließen um die gegenseitige Unterstützung zu feiern und mindestens eine ganz neue Kooperation für ein Projekt entstehen lassen.
Ich möchte im neuen Jahr meine Freunde öfter sehen, allen voran meine beste Freundin, Jule. Auch wenn wir viel aneinander denken, gerne mal telefonieren und intensive Gespräche führen, möchte ich, dass wir uns 2026 öfter „in echt“ sehen. Aus diesem Grund habe ich mir vorgenommen, im Januar mit ihr gemeinsam ein paar schöne Aktionen rauszusuchen, die wir über das Jahr verteilt schonmal planen und buchen (ja, damit nicht wieder etwas dazwischen kommt!) Ein Töpferkurs und ein Tanzworkshop wird dabei sein, so viel sei schon mal verraten.
Für meinen Alltag möchte ich 2026 versuchen mehr Ordnung zu halten. Ja, das ist etwas, dass mir leider nicht so gut gelingt. Und dann, wenn es gerade mal richtig schön gelungen ist, grätschen ein Hund, der gerne Papier zerreisst und vier Kinder die gerne Socken, Essen, Nerf-Pfeile, Stifte in der ganzen Wohnung verteilen, dazwischen. Also die Ambition es besser zu machen ist da, aber ebenso mein Realitätssinn, der diese Erwartung auf ein realistisch Maß zurückschneidet.
Da passt es ganz gut, dass ich 2026 noch mehr Gelassenheit in mein Leben einladen möchte. Gelassenheit, wenn die Dinge anders laufen, als erwartet. Gelassenheit, nicht alle Situationen kontrollieren zu können. Gelassenheit, unterschiedliche Ansichten nicht als persönlichen Angriff zu werten, sondern als Ausdruck von Vielfalt zu betrachten. Dazu gehört auch, mich von herausfordernden Situationen im Alltag als Mama nicht aus der Bahn werfen zu lassen. Bei mir zu bleiben, auch wenn unterschiedliche Bedürfnisse aufeinander treffen. Klar zu sein in meinen Entscheidungen. Und ja, auch ich möchte weniger oft Schreien und Meckern mit meinen Kindern. Aber, und diesen Punkt finde ich noch viel wichtiger, wenn es denn in einem Stress-Moment doch passiert, möchte ich mich nicht weiter in die Selbstverurteilung stürzen, sondern mir mitfühlend begegnen.
Und, ich nehme mir für 2026 vor wieder öfter Lippenstift in knalligen Farben zu tragen. Warum? Weil er mich persönlich darin bestärkt mich zeigen zu dürfen. Mich bestärkt mir Dinge erlauben zu dürfen, auch wenn andere sie für blöd halten. Mich darin bestärkt, mich auf meine Weise auszudrücken. Mich darin bestärkt, auch laut sein zu dürfen, wenn mir danach ist. Kurzum: Meine ungebändigte weibliche Kraft symbolisiert, die ich 2026 mehr zeigen und weniger zurückhalten möchte.
Durch diese krassen Erfahrungen, die ich 2025 vor allem in meinem Business machen durfte, möchte ich ins Jahr 2026 mit ganz viel Mut, Vertrauen und Gelassenheit gehen. Zweifel zwar wahrnehmen und anerkennen, mich aber nicht von ihnen leiten lassen. Ich möchte mich erinnern, an diese wundervolle Kraft in mir, die mich trotz der ganzen Herausforderungen in 2025 so getragen hat. Ich nehme mir daher vor weniger zu leisten, zu kämpfen, verbittert irgendwo hin zu wollen, sondern mehr Innezuhalten, mich mit mir zu verbinden, zu spüren, was gerade dran ist. Daher lautet
Mein Motto für 2026: Go with the Flow
Damit meine ich vor allem Dinge zu tun, die sich für mich richtig anfühlen. Mich auf Sachen einzulassen, weil ich davon überzeugt bin, auch wenn andere skeptisch sind. Dinge zu starten, auch wenn ich unsicher bin. Zu fühlen, ob meine Zweifel wirklich begründete oder übernommene Ängste sind. Auf mein Bauchgefühl zu hören und weniger auf das „Das macht man aber so“. Mit den Wellen des Lebens zu gehen, anstatt im ständigen Kampf zu sein. Anzuerkennen, dass alles sein eigenes Tempo hat. Nicht alles forcieren zu müssen. Dinge weniger perfekt zu machen. Mehr Lebendigkeit & Leichtigkeit einzuladen.
So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten
Da ich tolle, inspirierende Begegnungen so feiere und 2026 wieder gerne etwas neues, spannendes in Co-Kreation erschaffen möchte, freue ich mich sehr über Kooperationspartner*Innen. Egal ob du Yoga oder Tanz anbietest, Klamotten designst, Theater oder Filme erschaffst, einen Podcast hast, Menschen begleitest, Achtsamkeit lehrst, mentale Gesundheit wichtig findest, …
Wenn du meine Arbeit interessant findest und Lust hast gemeinsam etwas zu erschaffen, dass Menschen bewegt, melde dich und wir gucken, welches spannende Abenteuer sich daraus ergeben könnte!
Liebe Katrin!
Wie lustig; ich habe dieses Jahr zu Halloween auch das erste Mal diese Würstchen in Teig gemacht. Sie haben genau gleich ausgeschaut 😉
Herzlichen Glückwunsch zu deiner Selbstständigkeit, zu deinem Mut und deiner Offenheit. Danke für deine ehrliche Einsicht, dass Selbstständigkeit Zeit und Müh braucht. Aber wie heißt es so schön; setze Samen, dann wirst du ernten!
Ich wünsche dir von Herzen alles Gute fürs neue Jahr und dass deine Träume sich erfüllen!
Schöne Grüße aus Österreich,
Sereina
Liebe Sereina, Haha, ja ich hatte die „Mumien“ diesmal auch zum ersten Mal, sonst gab es eher „abgehackte Finger mit Blut“. Ich wünsche dir auch ein tolles 2026 mit ganz vielen Dingen, die dein Herz erwärmen!
Toller und ehrlicher Blog! In vielen Passagen habe ich mich selbst wiedererkannt. Deine Offenheit macht die Texte besonders authentisch und nahbar. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und freue mich auf weitere Beiträge. Und – natürlich wünsche ich dir viel Spaß beim Töpferkurs!
Liebe Melanie, wie schön, dass dich meine Offenheit anspricht. Ich war auch bei diesem Blogabenteuer zunächst unsicher, ob ich „das so schreiben darf“. (Hallo Zweifel!) Aber habe mich entschieden, bei mir zu bleiben und nicht zu viel Nachzudenken. Und wie alles, ist auch das Bloggen, ein Prozess, ein Werden, ein Wachsen. Ich bin also selbst ganz gespannt, wohin die Blog-Reise so geht. Liebe Grüße und ein wundervolles, kreatives 2026 für dich! Katrin
Danke für deinen schönen Beitrag Melanie!
Du hast meinen allergrößten Respekt. Mutter von vier, Selbstständigkeit und Beziehung – das alles im Leben gut auszubalancieren gelingt dir offenbar sehr gut. Ich weiß ein wenig, was es bedeutet, ich war Mutter von drei, allerdings alleinerziehend.
Struktur ist etwas, das ich bis vor etwa zwanzig Jahren entrüstet von mir gewiesen habe. Mittlerweile liebe ich sie. Meine Struktur, die auch immer wieder Anpassungen erfährt, passt zu mir und meinem kreativen Chaos. Und sie hat mir etwas ermöglicht, womit ich nie gerechnet hätte: Zeit für meine Kreativität als Künstlerin. Wenn ich heute ein, zwei geplante Blöcke „Atelier“ im Kalender stehen habe, dann nutze ich die ohne Bedenken. Für all das Andere, ach so Dringende, ach so Wichtige, sind nämlich auch Blöcke vorgesehen. Aber eben nicht, wenn ich bei mir im Atelier sitze.
Ich wünsche dir eine tolles weiteres berufliches Jahr mit Kindern und Hund und Partnerschaft und hoffe, in einem Jahr deinen nächsten Jahresrückblog zu lesen!
Herzliche Grüße
Lisa
Liebe Lisa, ja danke, ein wichtiger Punkt zu schauen, welche Struktur wirklich zu einem passt. Als Freiheitsliebende fand ich Strukturen auch immer beengend, habe aber auch gemerkt, wie sie meinem wandernden Geist und meiner Begeisterungsfähigkeit für so viele Dinge Fokus geben können. Aber es ist wichtig zu schauen, ob sie einem wirklich dient. Regelmäßige Checks und Anpassungen sind daher wirklich wichtig. Und, ich war auch viele Jahre alleinerziehend. Da ist es umso wichtiger die Balance zu finden zwischen Fürsorge und Selbstfürsorge, Freiheit und Grenzen, Kreativität und Struktur. Mal sehen, wie das mit der Balance 2026 so gelingt. Ich werde berichten!
Liebe Katrin. Wow was für ein Jahresrückblick. In deinen ersten Absätzen hatte ich das Gefühl, du schreibst über mich. Die Zweifel, die To-Do Listen, die perfekt ausgearbeiteten Programme und kaum Kunden… es ist inspirierend zu lesen, wie du darüber denkst und weiter machst. Ich setze mich auch für weniger Stress für Mütter ein – allerdings auf schulischer Ebene. Wenn du Lust hast, melde dich mal, um gemeinsam was auszuhecken.
Hier findest du meinen jahresrückblog:
https://dorobenker.de/mein-jahresrueckblick/
Ganz liebe Grüße Doro
Liebe Doro, schön zu hören, dass du dich an deine eigene Selbstständigkeitsreise erinnert gefühlt hast. Jetzt, wo ich deinen Rückblick gelesen habe, bin ich noch gelassener. 🙂 Da ist ja echt ne Menge passiert. Und Glückwunsch zum Buch! Es ist halt alles ein Prozess und die Dinge entwickeln sich, wenn auch manchmal sehr langsam. Lass uns gerne mal schnacken bezüglich möglicher Synergien! 😊 lg Katrin
Siehe oben. Leider ging die Websiteangabe verloren
Liebe Katrin, groooßartig, Dein Jahresrückblick – schlaflos in Eckernförde hatte ich gerade viel Freude mit Deinen ehrlichen und vielseitigen Erlebnissen in 2025. Freude ist ein wunderbarer Motor, der uns trägt, oder? Und Respekt für Deine 6-köpfige Mann-schaft, die Du mit durchs Leben begleitest 🙂 Danke, dass Du angefangen hast zu bloggen – macht Lust auf mehr. Herzlich, Katharina
Liebe Katharina, vielen Dank, schön, dass du Freude damit hattest. Dabei ist er immer noch in der Erstfassung und wartet noch auf Ergänzungen und Überarbeitung. Aber ich war ganz schön stolz, dass ich mein Versprechen eingelöst und ihn einfach auch unperfekt veröffentlicht habe:-)